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Tipp #4: Heizen bei Nacht

Wir sind noch immer auf der Suche nach Möglichkeiten, unsere Heizkosten dieses Jahr möglicht niedrig zu halten. Und das natürlich ohne dass wir dabei frieren. Dazu ist es nötig, bewusster zu heizen. Welches noch zu wenig ausgeschöpfte Optimierungspotenzial wir uns diese Woche vorgenommen haben? Die Heizkosten nachts zu minimieren – kühl durch die Nacht lautet das Motto.

 

Heizkosten-Tipp #4:

Kühl durch die Nacht!

 

Welche Temperaturen im Schlafzimmer?

Für den entspannten Schlaf sind ca 17°C ausreichend. Höhere Temperaturen im Schlafzimmer verschwenden nicht nur zusätzliche Wärmeenergie, sondern lassen uns auch weniger erholsam durchschlafen. So manch einer hat sogar gern ein noch etwas kühleres Raumklima, um sich beim Schlafen so richtig erholen zu können.

Wenn’s in der Nacht zu kalt wird, ist übrigens eine Wärmeflasche meist die bessere Entscheidung: Sorgen Sie für warme Füße, aber Atmen Sie entspannt die frische Luft ein. Optimalerweise sollten Sie unmittelbar vor dem zu-Bett-gehen kurz stoßlüften, und so für ausreichend Sauerstoff sorgen. Danach ist es sinnvoll, die Fenster nicht nur zu schließen, sondern so gut wie möglich abzudunkeln. Denn Fenster isolieren prinzipiell schlechter als Wände – heruntergelassene Rollos und zugezogene Vorhänge unterstützen die Wärmedämmung aber. Und Sie sparen dadurch bis zu 20% des Wärmeverlusts ein.

 

Heiztemperaturen bei Nacht

Heiztemperaturen bei Nacht

 

Restliche Wohnung: Nachtabsenkung oder Heizung aus?

Wie warm (oder kühl) sollte man die Heizung nun in der restlichen Wohnung nachts einstellen?

Rein theoretisch könnte man die Heizung in den restlichen Wohnräumen während der Nacht natürlich zur Gänze ausschalten. Wir wissen aber, dass für das Wiederaufheizen von einer niedrigeren Temperatur weg überproportional viel Energie nötig ist. Wieviel genau? Das ist von Gebäudemasse und -dämmung abhängig und lässt sich deshalb nur für jedes Haus individuell errechnen.

 

Nachts heizen in gut gedämmten Gebäuden?

Als Grundregel lässt sich sagen: Gut gedämmte Gebäude kühlen nachts kaum aus, hier sinkt die Temperatur nur um 1° bis 2°C – trotz komplett ausgeschaltener Heizung. In Niedrigenergie-Gebäuden ist es somit am effizientesten, die Heizung nachts nicht nur abzusenken, sondern komplett auszuschalten, weil damit auch der Strom für die Umwälzpumpe gespart wird.

 

Nachts heizen in schlecht isolierten Wohnungen?

In schlechter isolierten Wohnungen sollten Sie folgenden Tipp einmal ausprobieren, um festzustellen, welchen Effekt die Nachtabsenkung bei Ihnen zu Hause hat: Schalten Sie in einer Nacht mit ca Null Grad Celsius die Heizung am Abend einmal komplett ab, und sehen Sie am Morgen auf das Thermometer. Je niedriger die Temperatur am Morgen, desto weniger Energie speichert die Wohnung. Und desto sinnvoller ist es, die Heizung nachts auf niedrigem Niveau laufen zu lassen, anstatt sie ganz auszustellen. So vermeiden Sie ineffiziente Wärmebrücken.

Konkret heißt das: Falls Sie wegen der schlechteren Dämmung die Heizung in den übrigen Wohnräumen bei Nacht eingeschaltet lassen, stellen Sie hier das Thermostat ebenfalls auf rund 16°C bis 17°C. Damit halten Sie die Balance: Der Wärmeverlust über das Gebäude wird somit in der Nacht reduziert, die Kosten für’s Wiederaufheizen im Rahmen gehalten. In Altbauten sparen Sie damit rund 5 bis 10% der Heizkosten

Hier geht’s zu unserem Ratgeber mit 10 Tipps & Tricks um Heizkosten zu sparen.

Sie haben eine alte Heizung haben, und überlegen diese auszutauschen, um sparsamer zu Heizen? Holen Sie sich am besten zuvor mit unserem Konfigurator ein auf Sie zugeschnittenes Heizungsangebot.