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Die Wärmewende beginnt!

Der Klimawandel ist eine Realität mit der wir alle leben müssen und er macht sich auf unserem Planeten deutlich bemerkbar. Im letzten Jahrhundert ist die durchschnittliche Temperatur bereits um 0,7 °C gestiegen. Das führt zu Gletscherschmelzen in den Alpen, zur Eisschmelze in der Arktis und zu vielen weiteren globalen Umweltfolgen.


Spätestens seit der Pariser Klimakonferenz 2015 ist klar, dass erneuerbare Energien zukünftig eine immer wichtigere Rolle einnehmen werden. Nicht nur in der Stromerzeugung, sondern auch in der Wärme- und Kälteversorgung. In der Europäischen Union entfallen rund 50% des gesamten Endenergieverbrauchs auf die Bereiche Heizen und Kühlen. Da die EU sich das Ziel gesetzt hat, bis 2030 rund die Hälfte des Wärme- und Kühlbedarfs durch erneuerbare Energien zu decken, müssen in den jeweiligen Mitgliedsstaaten verschiedene Strategien zur Umsetzung der definierten Zielvorgaben umgesetzt werden.

 

Wärmewende in Österreich

In Österreich herrscht ein kontinentales Klima mit kalten Wintern und heißen Sommern vor. Dadurch besteht sowohl im Winter als auch im Sommer ein hoher Energieverbrauch und rund 73 % des Haushaltsverbrauchs an Energie entfallen auf Raumheizung und Kühlung. Der durchschnittliche österreichische Haushalt verbraucht ca. 20.000 kWh an Energie pro Jahr. Aufgrund dieser Ausgangslage ist in unseren Breitengraden die Energiewende mit einer Wärmewende gleichzusetzen.

Aus dem Blogeintrag `Wie heizt Österreich?` wissen wir bereits, dass hier zu Lande in der Wärmebereitstellung eine zunehmend größere Rolle spielen. Aber die Förderung erneuerbarer Heizsysteme stellt nicht den einzigen Fokus der hiesigen klimapolitischen Strategie zur Wärmewende dar. Neben Förderungen für Solarthermie, Wärmepumpen oder Pelletsheizungen wird in Österreich auch besonders die thermische Sanierung alter Gebäude forciert. Durch Wärmedämmungen und Austausch alter Fenster kann der Heizaufwand erheblich gesenkt werden. Richtlinien der Europäischen Union fordern, Neubauten möglichst in Richtung 0-Energie-Gebäude ausgerichtet werden. Ab 2020 z.B. sollen Neubauten ausschließlich im Niedrigst-Energie-Standard errichtet werden. Die genaue Ausgestaltung des Niedrigst-Energie-Standards, bleibt den einzelnen Mitgliedstaaten der EU selbst überlassen.

Der Gesamtenergieverbrauch von Haushalten in Österreich hat in den letzten 10 Jahren aufgrund der gestiegenen Anzahl an Haushalten zugenommen. Der durchschnittliche Verbrauch pro Haushalt hat jedoch abgenommen. Nicht zuletzt aufgrund des niedrigeren Heizenergie-Verbrauchs pro Quadratmeter; dieser konnte in den letzten 20 Jahren um ca. 30 % reduziert werden.

 

Wie geht es weiter

Der Anteil an erneuerbaren Energien an der Energiebereitstellung soll laut EU bis 2020 20 % betragen. Der Kostenvorteil alternativer Brennstoffe alleine, ist jedoch vielfach noch nicht ausreichend Motivation, um die vorhandene Heizung zu tauschen. Die initialen Installationskosten neuer umweltfreundlicher Systeme erscheinen oftmals zu hoch. Aus diesem Grund fördern der Bund und die Länder den Einsatz von erneuerbaren Technologien und effizienteren Heizsystem über verschiedenste Förderschienen. Genaue Informationen zu den vorhandenen Förderprogrammen finden Sie in unserem Ratgeber.