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Tipp #3: Kein Limbo unter 15°C

Heizen ist nicht nur einer der größten CO2-Verursacher, sondern auch teuer. Niedrigere Heizkosten sind deshalb unser Ziel. Eine Abkürzung dafür: Sich in den Urlaub gen Süden verabschieden und so maximal Heizkosten senken. Aber Stopp, nochmal hiergeblieben! So einfach ist es nicht, die Heizung während der Abwesenheit komplett auf 0 runterzufahren. Schon mal davon gehört, dass Wohnräume nicht unter 15°C auskühlen sollen? Auch wenn man gar nicht daheim ist. An dem Gerücht ist viel Wahres dran – aber warum ist das so?

 

Überproportionaler Heizaufwand

15°C stabil zu halten ist verhältnismässig energieeffizienter, als danach die durchgekühlten Wände wieder raufzuheizen. Vor allem in massiven, ziegelgemauerten Häusern kühlen die Räume ohne Heizung zu stark ab: Die gesamte Fassade kühlt aus. Die Temperatur in den Wänden sinkt. Kommt man nun zurück und möchte es wieder warm haben, benötigt man für den großen Temperaturunterschied verhältnismäßig viel Energie – die ausgekühlten Wände müssen erst wieder temperiert werden. Unterm Strich ist durch den größeren Temperaturunterschied überproportionaler Energieaufwand nötig, um das Zuhause wieder warm zu bekommen.

 

Kein Limbo unter 15°C

Kein Limbo unter 15°C

 

Offizielle Temperatur-Empfehlungen

Das deutsche Bundesumweltamt hat zwischenzeitlich sogar einmal laut darüber nachgedacht, die offiziell empfohlene Absenk-Temperatur anzuheben: Von 15°C auf 18°C. Begründung dafür war, dass bei 15°C manche Ecken möglicherweise nur 12°C erreichen, und damit Schimmelbildung eventuell zu leicht möglich wäre. Man kam aber dann doch zu dem Schluss: Bei 15°C ist noch alles im Lot. Im Endeffekt ist also die offizielle Empfehlung auf 15°C geblieben – zumindest gilt dies, wenn man für mehrere Tage abwesend ist.

Ist man hingegen über Wochen nicht daheim anzutreffen, macht es Sinn die Regel zu brechen und auf 13-14°C abzusenken. Sofern die Wohnung währenddessen tatsächlich komplett leer steht. Ansonsten sind 21°C ein guter Anhaltspunkt für Wohnräume – für jeden Raum ist jedoch eine andere Temperatur perfekt.

 

Wieviel lässt sich sparen?

Wieviel lässt sich aber generell durch das Absenken der Temperatur auf 15°C sparen? Jedes Grad mehr bedeutet 6 Prozent mehr Heizkosten. Im Umkehrschluss also jedes Grad weniger eine Ersparnis von 6%. Wenn es nun für eine Woche nur 15°C statt 21°C warm ist, ergibt das in dieser Woche 36% Heizkostenersparnis. Gehen wir von einer 75m2 Wohnung mit rund € 850 Heizkosten jährlich aus. Das entspricht einer Heizperiode – also rund 5 Monaten, in denen es nötig ist zu heizen. Dann sparen wir in einer Winterwoche auf diese Weise etwa € 38,-. Bei einer größeren Wohnung oder einem Haus entsprechend mehr.

Heizkosten sparen bei 15 Grad

Heizkosten sparen durch eine Temperaturabsenkung auf 15 Grad

 

10 Tipps & Tricks um Heizkosten zu sparen gibt’s zusätzlich in unserem Ratgeber. Und eine Empfehlung für die richtige Heizung finden Sie auch bei uns.