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Die Ursachen von Heizkosten

Heizkosten! Mit dem Begriff sind wir alle vertraut, doch welche Faktoren sind für hohe Heizkosten ausschlaggebend? Wovon Ihre Heizkosten abhängen, wo sie entstehen und mit welchen Systemen Sie diese niedrig halten können, erfahren Sie hier.

 

Wo entstehen meine Kosten?

Heizkosten sind prinzipiell von drei Hauptfaktoren abhängig:

  • vom jeweiligen Heizsystem (Brennwertkessel, Wärmepumpe etc.)
  • von der thermischen Qualität des Hauses und
  • von der Nutzung des Gebäudes (z.B. Anzahl Bewohner)

Energiekosten machen monatlich im Durchschnitt etwa 5% der gesamten Fixkosten eines Haushalts aus. Rund 72 % des Gesamtenergieverbrauchs eines durchschnittlichen österreichischen Haushalts werden wiederum durch Heizen verursacht. Der österreichische Durchschnittshaushalt (2,6 Bewohner, 100 m²) kann mit einem Wärmebedarf von 150 kWh pro m² und Jahr rechnen. Das verursacht Kosten in der Höhe von rund 1.000 EUR pro Jahr. Durch thermische Sanierungen von Gebäuden, kann der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Darum wird bei Neubauten in der Regel schon automatisch auf eine thermische Isolierung des Hauses nach neuestem Stand der Technik geachtet. Das führt zu geringeren Energieverbräuchen bei der Wärmebereitstellung und kann im Einzelfall eine Kosteneinsparung von über 40 % ausmachen.

 

Ein Überblick zu den Investitions-/Installationskosten

Die Investitionskosten für Heizsysteme variieren sehr stark. Die tatsächlich anfallenden Kosten hängen letztendlich davon ab, ob sie eine komplette Neuausstattung des Heizsystems im Gebäude, oder nur eine Erneuerung des bereits vorhandenen Systems mit gleichbleibenden Energieträger planen. Zusätzlich hängen Investitionskosten von der Art des neuen Heizsystems ab. Trotz Abweichungen im Einzelfall, fällt bei Erde-Wasser Wärmepumpen generell die größte initiale Investition an. Das liegt unter anderem an den aufwendigen Tiefenbohrungen, die zur Installation vorgenommen werden müssen. Brennwertkessel sind hingegen schnell installiert und daher auch günstiger bei Betrachtung der reinen Investitions- und Installationskosten.

 

Der Gewinner beim Vollkostenvergleich

Die Österreichische Energieagentur in Wien ermittelt laufend die Vollkosten der verschiedensten Heizsysteme. Die Vollkosten setzen sich aus Investitions-, Installations- und laufenden Brennstoffkosten sowie den Wartungs- und Instandhaltungskosten zusammen. Die Energieagentur ist dabei zum Schluss gekommen, dass Heizen mit Erdgas-Brennwertsystemen in allen Gebäudeklassen (unsaniert, saniert, Neubau) am preisgünstigsten ist. Das liegt vor allem an den geringen Investitions- und Instandhaltungskosten. Die jährlichen Vollkosten liegen hier zwischen 3.000,- EUR und 4.500,- EUR.

 

Energiekostenvergleich

Rechnet man die Energiekosten alleine, also ohne die zugehörigen Investitions- und Wartungskosten, dann schneidet die Luft-Wärmepumpe derzeit am kostengünstigsten ab. Das liegt am derzeit vergleichsweise niedrigen Niveau der Strompreise (Wärmepumpen werden mit Strom betrieben). Die Wärmepumpen haben hier aktuell einen klaren Vorteil gegenüber nicht erneuerbaren Energien. Darüber hinaus werden Erdgas und Öl in Österreich importiert, wodurch eine Abhängigkeit von den internationalen Rohstoffmärkten geschaffen wird.

 

Fazit

Welche Lösung für Sie persönlich die günstigste ist, hängt stark von Ihrer bestehenden Anlage, der Gebäudestruktur Ihres Zuhauses, Ihrem Nutzungsverhalten und vom präferierten Energieträger ab. Wollen Sie Ihre anfänglichen Investitionskosten möglichst geringhalten, oder Sicherheit über niedrige laufende Kosten in der Zukunft haben? Unsere erfahrenen Installateure aus dem Kesselfuchs-Netzwerk beraten Sie auf jeden Fall während des Vor-Ort-Termins ausführlich darüber, welches System am besten zu Ihnen passt! Weitere Informationen zum passenden System finden Sie in unserem Ratgeberbeitrag mit dem Titel Welche Heizung passt zu mir?